Krick statt Giebels im Landtag

Die Landtagswahl in NRW ist gelaufen, und für Haan ergibt sich überraschendes: Nach sieben Jahren Harald Giebels (CDU)  holt der Mettmanner Manfred Krick (SPD)  das Direktmandat für den Wahlkreis Mettmann II, und zieht damit in den Landtag ein.

Wahlbeteiligung Wahlkreis Mettmann II:  64.1%

SPD
39.5%
CDU
34.1%
Grüne
10.5%
Piraten
7.5%
FDP
6.3%
Linke
2.0%
Symptomatisch: CDU-Wahlwerbung für Flüsterasphalt als Hindernis auf dem Fahrradweg (Flurstraße, 13. Mai 2012)

Symptomatisch: CDU-Wahlwerbung für Flüsterasphalt als Hindernis auf dem Fahrradweg (Flurstraße, 13. Mai 2012)

Daß sich der amtierende Haaner Landtagsabgeorde Harald Giebels jemals so richtig glaubwürdig für eine – im Sinne der Naturschutzverbände – anständige Umweltpolitik eingesetzt hat, daran kann ich mich nicht erinnern. OK, als Rechtspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion hat man vielleicht andere Schwerpunkte. Gegen die CO-Pipeline, das waren sie alle, was bleibt einem auch übrig wenn die Bevölkerung das Ding partout nicht haben will. Und den Einsatz für den Flüsterasphalt auf der A 46 zwischen Hilden und Haan haben wir unter „Pflichtattacke auf den SPD-Verkehrsminister und seinen grünen Staatssekretär“ verbucht. Ansonsten war umweltmäßig nicht viel los, obwohl es sonst keine Woche ohne Pressemitteilung gab, und sei es nur als „Warnung vor den KO-Tropfen im Karneval„.

Was uns unter Manfred Krick erwartet, müssen wir erst mal abwarten. Als stellvertretender Landrat ist er bisher in Haan quasi nicht in Erscheinung getreten, obwohl er doch vom Haaner SPD für die Endphase des Wahlkampfes sogar das feuerrote „Strackemobil“ geliehen bekam. Aber immerhin besteht Hoffnung: Krick ist seit 2005 Amtsleiter im Düsseldorfer Garten-, Friedhofs- und Forstamt, darunter fallen auch die Aufgaben als Untere Landschaftsbehörde. Umweltthemen wird man ihm also nicht lange erklären müssen.

Im Wahlprogramm der NRW-SPD findet sich auch nicht allzuviel zum Thema Umwelt, aber neben „Bürgerbeteiligung im Rahmen von Planungsverfahren ausweiten“ und „Lärmschutz verbessern“ fällt ein bemerkenswerter Punkt auf: „Der Flächenverbrauch soll in einem ersten Schritt auf 5 ha/Tag sinken. Hierzu sollen die Stadtentwicklung, die Verkehrsplanung, das Brachflächenrecycling und auch der Landesentwicklungsplan ihren Beitrag leisten. Es gilt zuerst, alte Industrie- und Bahnflächen wie auch militärische Liegenschaften zu nutzen. “ 

In einem ersten Schritt!! Das danach noch viele weitere kommen, muss dem Landtagsabgeordneten im Kreis Mettmann, wo der Flächenfraß besonders gravierend ist, vielleicht noch das eine oder andere Mal laut und deutlich gesagt werden. Egal ob er rot oder schwarz oder grün oder gelb ist oder gar eine Augenklappe trägt!

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