Klimaschutz = Biotopschutz

Gigantischer Häckselhaufen nach Pflegemaßnahmen: Golfplatz Hubbelrath, 2012

Gigantischer Häckselhaufen nach Pflegemaßnahmen: Golfplatz Hubbelrath, 2012. In den Vorjahren wurde dieses Material immer komplett in die kilometerlangen Hecken geschreddert. (Foto: Armin Dahl)

Hier ein paar Ballen Heu, Rasen- und Heckenschnitt, Herbstlaub, Kopfweidenäste: Die Vegetation produziert einen nicht enden wollenden Strom an Material, und eigentlich weiß keiner so recht wohin damit: In der Region fallen Jahr für Jahr hunderte Tonne Biomasse an, das wenigste davon wird halbwegs sinnvoll genutzt.

Bei den Pflegeeinsätzen der AGNU verschwindet das meiste Starkholz problemlos in den Öfen der Agnurianer, aber auch dann bleibt immer ein sogenannter „Igelhaufen“ zurück, der sich in ein paar Jahren zersetzt und eine nährstoffreiche Brombeer-Brennnesselhecke zurückläßt. Das bei den Kommunen so beliebte, weil billige Schreddern des Materials in die Böschung hat den gleichen Effekt, zurück bleiben mehrere Quadratmeter große, völlig überdüngte und verpilzte Schandflecke, die wegen des Nährstoff-Überangebots nur um so schneller überwuchert werden.
Wohin mit dem Material bei Pflegeeinsätzen?
Einfacher wäre es, das Material vor Ort zu verbrennen (das ist mittlerweile verboten), oder noch besser abzufahren und zu Hackschnitzeln zu verarbeiten. Das geht aber leider nicht überall, weshalb wir bei Pflegeeinsätzen in den kommenden Jahren darauf achten sollten, die Zufahrten zu „unseren“ Biotopen möglichst offen zu halten, damit man dort mit schwerem Gerät hinein (und voll beladen wieder heraus!) fahren kann.

In ein paar Jahren, da bin ich mir ziemlich sicher,  wird das große Rennen nach der Biomasse so richtig in Gang kommen, denn Öl wird knapper und mit Holzhackschnitzeln als Brennstoff wird auch noch der Ausstoß von CO2 verringert. Vorboten davon sind jetzt schon der rasche Ausbau der Holzhackschnitzel-Wirtschaft. In der Region ist das vor allem die Kompostierungs- und Vermarktungsgesellschaft Düsseldorf/Mettmann (KDM), von der gibt es aktuell ein Porträt in der Rheinischen Post. Aber auch der BRW  und die GESA in Wuppertal produzieren und vermarkten Hackschnitzel, Holzbriketts, Holzpellets und Kaminholz, und kaufen dafür jetzt schon Restholz.

Den Biotopen wird es gut tun, Nährstoffe sind überall überreichlich vorhanden, und bekanntlich sind hierzulande die mageren Lebensräume allemal artenreicher als die fetten.

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Eine Antwort zu Klimaschutz = Biotopschutz

  1. Steinhaus schreibt:

    Die Materialien des Golfclubs werden gegenwärtig von der KDM GmbH übernommen und in der Anlage Ratingen aufbereitet, so dass mehr als die Hälfte des Rohstoffes zu einem Brennstoff für Biomasseheizkraftwerke gewonnen werden kann.
    Wir würden gerne in noch größerem Maße Materialien aus Holzhack und – schrederarbeiten übernehmen und hieraus Brennstoffe erzeugen

    Dietmar Steinhaus

    GF der KDM in Ratingen

    02102-3022220

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