Haaner Müll-Challenge – www.dreckweghaan.net

Umwelt in Zeiten von Corona – Zeit sich an Sekundärtugenden wie Ordnung und Sauberkeit zu erinnern und diese wieder wachzurufen: In einigen Teilen des Stadtgebietes und in den Außenbezirken sieht es einigermaßen fürchterlich aus, Müll und Abfälle finden sich überall. Die folgende Aktion von Charlotte Schmitz übernehmen wir deshalb hier auf der AGNU – Webseite, mit der ausdrücklichen Bitte um Beteiligung!

„Liebe Haaner und Haanerinnen, liebe Mitmenschen, liebe Umwelt-Schützende, liebe Müllsammelnde, in Zeiten, in denen das Corona-Virus die Gesundheit der Menschen weltweit bedroht, sind der Schutz vor Infektionen und angemessene hygienische Maßnahmen wichtiger den je.

Dabei sollte die Natur und unsere Umwelt nicht vergessen werden. Denn nicht nur der Müll der Winterzeit, aktuell bleiben auch immer mehr benutzte Taschentücher und Einweg-Handschuhe auf unseren Straßen und Wegen liegen.

Deshalb rufe ich zur Haaner Corona-Müllsammel-Challenge auf!

Schaffen wir es, 100 Säcke Straßenmüll (gerne auch mehr) während der Einschränkung des öffentlichen Lebens zu sammeln? Für jeden von euch gesammelten Sack Straßenmüll werde ich 1 Euro für einen guten Zweck an die Bürgerstiftung Haan spenden.

Weitere Infos und Anmeldung zur Corona-Müllsammel-Challenge findet ihr auf der Website www.dreckweghaan.net

Bitte gebt die Info auch an eure Freunde / Familie / Nachbarn / Interessierte weiter.
Ich freue mich über rege Teilnahme, Kommentare, Anregungen.

Bleibt gesund und viele Grüße!

Charlotte Schmitz


An dieser Stelle der Hinweis, dass die AGNU für jeden im Rahmen der Dreck-Weg-Challenge gesammelten Sack Müll einen weiteren Euro als Spende drauflegen wird! Der Betriebshof der Stadt Haan unterstützt die Aktion ebenfalls, näheres findet Ihr in der Anmeldung zur Challenge, siehe oben. Bitte beachtet beim Müllsammeln die „Spielregeln“ – bitte geht nur alleine, haltet Abstand zu anderen Passanten! Unbedingt Handschuhe tragen und nach dem Sammel-Einsatz gründlich die Hände waschen.

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Das Märchen vom schönen Müll und den bösen Lastern


Es war einmal vor gar nicht so langer  Zeit, da suchte eine Menge Fuhrleute jede Nacht ihren Übernachtungsplatz an der Hauptstraße oder in einem Industriegebiet. Das waren meist ungehobelte arme Kerle vom Balkan, denn in Deutschland wollte keiner die langweilige Arbeit machen, Waren quer durch Europa zu karren, beinahe rund um die Uhr und dazu noch mies bezahlt.

Abends rollten diese Burschen gemütlich den Schlafsack in ihren Kutschen aus, machten danach in einer Kiste ein Feuerchen, mit ein paar Gleichgesinnten tranken sie ein Bierchen und wärmten dabei ein paar Dosen auf. Kleinere und größere Geschäfte verrichteten sie an der Böschung, den Müll in den Straßengraben geschmissen, ein paar Stunden friedlich geschlummert und morgens in aller Frühe waren alle Kutschen wieder weg zur Arbeit.

Kaum hatte es sich herumgesprochen, dass man an diesem Platz von der Polizei in Ruhe gelassen wird, da standen schon die nächsten Kollegen mit ihren Kutschen da.  Das Ordnungsamt schlief nachts seinen wohlverdienten Schlaf, in Kleinstädten, schon gar im Außenbereich, konnte man nachts landauf landab bekanntlich tun und lassen was man wollte.

Und so verteilten sich weggeworfene Plastikverpackungen, Müll und übler Geruch über die Gegend, nach wenigen Wochen sah die Straßenböschung aus wie eine philippinische Müllkippe, und roch auch ebenso lecker. Die Anlieger freuten sich herzlich über den Besuch und das Plastik machte die langweiligen Felder und Wiesen ein wenig bunter. Und schaffte sogar noch Arbeit, denn der Landwirt kam regelmäßig vorbei und sammelte den Müll wieder auf, bevor er untergepflügt wurde oder am Ende gar im Heu landete.

Niederbergische „Allee“, 16. Februar 2020 (Foto: Dahl)

Von ferne rauschte Tag und Nacht der Verkehr, der seit Jahren kontinuierlich zunahm, angelockt von vierspurigen Autobahnen und nahegelegenen Gewerbegebieten. Die heimische Wirtschaft brummte zufrieden, die Firmen rieben sich wegen niedriger Transportkosten die Hände, und in Osteuropa warteten viele Frauen wochenlang auf ihre Männer, die auf Deutschlands Straßen das Geld einfuhren. Und wenn die nicht gestorben sind, dann wächst die Müllkippe im Außenbereich weiter, den Zustand nannte man „Schöne Sch… – äääh – Vollbeschäftigung“.

In Deutschland ist so etwas unvorstellbar? Nein, tägliche Realität! Bis zu 30 mehr oder weniger heimatlose Lastwagenfahrer kann man an manchen Abenden entlang der Niederbergischen Allee zählen, Fahrer die dort ihre Ruhezeiten verbringen. Ob die alle zum schicken Edelstahlhändler mit den polierten Fassaden fahren, um dort just in time ihre Ladung abzuholen, sei mal dahingestellt.

Ein WC oder gar einen Duschraum, wie man ihn in dem kleinsten Segelboothafen findet, sucht man dort jedenfalls vergebens. Und die Männer, die die LKW fahren, haben mit Mülltrennung nicht so viel am Hut. Wie denn auch, es gibt dort nicht mal einen Mülleimer! Und mit ein paar Betonklötzen oder Steinen das Parken einfach zu verhindern, unterstützt vielleicht von einem Verkehrssschild – unmöglich! Ebenso undenkbar, dass das Unternehmen, vor dessen Werkstoren sich das alles abspielt, mal über seinen Zaun schaut und die Verantwortung für seine Zulieferer übernimmt.

Schuld daran ist angeblich niemand, auf den unrasierten Fernfahrer zu schimpfen ist leicht, Geld für sanitäre Anlagen, Mülleimer oder gar einen Autohof aber keines eingeplant. Das kann man bekanntlich nur einmal ausgeben, in Haan werden dann lieber mal ein paar Blumenbeete an den Ortseingängen hergerichtet, da wo die Leute hinschauen. Vielen Dank, Gartenstadt!


 Vorsicht: Ironie! Alle im Text genannten Volks- und Berufsgruppen, Ämter, Firmen, Tatsachen usw. sind natürlich wie immer frei erfunden und die ganze Geschichte an den Haaren herbeigezogen! Bis auf das Foto, das hier entstand, falls sich jemand selbst ein Bild machen möchte.
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„NeustartWald!“ Bunte Truppe pflanzt neuen Wald im Osterholz

Großer Zulauf herrschte bei der gemeinsamen Pflanzaktion der AGNU und den Jugendlichen von Fridays-For-Future im Osterholz,
Die Sommer 2018 und 2019 waren heiß, und die Borkenkäfer haben den standortfremden, unter der Trockenheit leidenden Fichten in der Region an vielen Stellen den Rest gegeben. Ein größeres so genanntes „Käferloch“ entstand am Rande des Osterholzes zwischen Gruiten und Vohwinkel, angrenzend an den ehemaligen Steinbruch Grube 10. Und genau diese Stelle hatte sich AGNU-Vorstand Markus Rotzal für eine schöne spätherbstliche Pflanzaktion ausgesucht, sie gehört zu einer großen Wald- und Steinbruchfläche welche die AGNU seit vielen Jahren gepachtet hat.
Am Freitag waren die Jugendlichen von F4F noch mit Transparenten zum Beispiel in der Haaner Innenstadt unterwegs gewesen, unter dem Motto „NeustartKlima“. Zwei Tage später, am 1. Advent 2019, sammelten sich die Klima-Aktivisten im Osterholz schon wieder, diesmal zu einer bisher einmaligen Pflanzaktion.
Mehr als 25 Jugendliche brachten unter fachkundiger Anleitung in drei Stunden einige hundert Bäume und Sträucher in den Boden. Die Ränder der Lichtung wurden mit Eichen und Hainbuchen bepflanzt, zum Wanderweg hin sollen Heckensträucher wie Pfaffenhütchen und Hartriegel für einen stabilen, ökologisch hochwertigen Waldrand sorgen.

Wo vor dem Käferfraß noch eine dustere Fichtenschonung stand, wird in den kommenden Jahren wieder Laubmischwald wachsen. Ein artenreicher Aufbau mit verschiedenen Baumarten und entsprechendem Unterwuchs machen den Wald der Zukunft fit für den Klimawandel und helfen gegen das allgemeine Artensterben.

Mehr als 40 Personen waren letztendlich auf der AGNU-Pachtfläche im Wald anwesend, und der Altersdurchschnitt war für AGNU-Verhältnisse – bedingt durch die zahlreichen Schüler – erfreulich niedrig. Begeistert dabei waren auch einige, die vorher im heimischen Garten nicht durch besondere Aktivitäten oder geschickten Umgang mit dem Spaten aufgefallen waren: „Umsonst und Draußen“ macht einfach auch dann Spaß, wenn die Schuhe dreckig werden und der Spaten am Ende immer schwerer in den Boden geht. Nach drei Stunden Arbeit war das gesamte Pflanzgut im Boden, und die Teilnehmer konnten sich noch mit einem Imbiß stärken. Vielen Dank an alle Helfer, Organisatoren, Geldspender und nicht zuletzt den Koch für diese schöne Aktion!

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Hitzewelle im Oktober 2019

Der Sommer liegt in den letzten Zügen, er war mal wieder zu heiß, zu trocken, selbst im Oktober streifte das Thermometer im Raum Düsseldorf  Thermometer im Raum Düsseldorf noch einmal knapp die 25°C-Marke.

Den Insekten scheint es zu gefallen, in den vergangenen Tagen konnten noch einmal zahlreiche Tagfalter beobachtet werden, die auf den Astern im Garten oder auch am Fallobst ihren Spass hatten.  Weiter unten ein paar Bilder aus einem der neuen, herrlich „unordentlichen“ Blumenbeete an der Niederbergischen Allee. Auf der „Ökowiese“ in Kriekhausen tummeln sich ebenfalls noch immer die Falter, wer Lust hat kann sich die Beobachtungen auf der Plattformn observation.org anschauen: Knapp 500 Beobachtungen und zahlreiche Fotos aus 2019 sind dort zu sehen.

Das erste eigene AGNU-Heu ist mittlerweile verkauft und abgeholt, noch einmal vielen Dank an alle die bei der Entwicklung und Pflege in Kriekhausen mitgeholfen haben! 20 Tagfalterarten im Jahr 2019 auf der Pachtfläche sind für die Region ein sehr guter Wert, darunter waren alleine 17 bisher dokumentierte Beobachtungsereignisse vom Schwalbenschwanz Papilio machaon. Die „beste“ Art in diesem Jahr war jedoch der Kleine Perlmutterfalter Issoria lathonia, dessen Raupe an Acker-Veilchen lebt, das in unserer Fläche reichlich vorkommt. Sehr schöne Fotos von I. lathonia stammen aus der Kamera von Sigrid und Joop van de Sande. Wer eigene Funde, Beobachtungen und Bilder dort gemacht hat, kann diese auch selbst in die Datenbank nachtragen. Die zweite, 2019 frisch eingesäte Hälfte der Fläche  hat sich ganz ordentlich entwickelt, im nächsten Jahr steht uns in Kriekhausen dann mehr als die doppelte Wiesenfläche zur Verfügung.

Mehr als 2 Millionen Kilogramm Papiermüll sind im Jahr 2018 in der Stadt Haan angefallen, vom Säugling bis zur Uroma gerechnet sind das etwa 67 Kilo pro EinwohnerIn. Der gemeine Hildener produziert – aus welchen Gründen auch immer – im Schnitt 71 Kilogramm, glaubt man den Zahlen aus der rheinischen Post. Ob die Hildener jetzt fleißiger sammeln, oder mehr Zeitung lesen als die Haaner, sei mal dahingestellt. Das Einsammeln und Wiederverwerten ist kostenlos, der Preis für Altpapier liegt momentan bei knapp 100 €uro pro Tonne, das erlöste Geld wird mit den Müllgebühren verrechnet.

Der neue Kiebitz-Kompakt der AGNU Haan liegt übrigens elektronisch vor und muss nicht auf Papier gedruckt werden.

Viel Spaß beim Lesen!

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Insekten und Vögel sagen Danke – die AGNU auch!

Vielen Dank an die großzügigen großen und kleinen Spender/-innen, die in den vergangenen Monaten den Insekten- und Vogelschutz durch ihre Spende an die AGNU Haan unterstützt haben.

Wir werden das Geld in verschiedene Projekte zur Unterstützung der Insekten- und Vogelvielfalt in Haan und Gruiten investieren, wie zum Beispiel

  •  die Pflege unserer Ökowiese Kriekhausen
  •  die Pflege von artenreichen Trockenrasenstandorten in den Biotopen in Grube 7 und 10
  • dem Kauf von regionalem Wildpflanzensaatgut zur Bereicherung der Blütenvielfalt in den Gärten unserer Gartenstadt
  • der Anschaffung von neuen Nistkästen für Singvögel, Waldkauz, Siebenschläfer und Co.

Und an all diejenigen, die uns und den Naturschutz in Haan und Gruiten zukünftig mit einer Spende oder ihrer tatkräftigen Mithilfe unterstützen wollen, sagen wir jetzt schon einmal ein herzliches Dankeschön!

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Grünzug mit Aufenthaltsqualität?

Haan, Spörkelnbruch, 10. September 2019. Im Hintergrund dampfen die Kühltürme im Rheinischen Kohlerevier (Foto: Armin Dahl)

Der Sommer 2019 ist vorbei, und er war der heißeste den ich jemals erlebt habe. Über 40°C im Garten, die Fichten in Nachbars Garten haben alle Nadeln gelassen, wie lange mein Trinkwasserbrunnen nach monatelanger Dürre noch Wasser liefert ist ungewiss. Jetzt kommt der heiße Herbst 2019.

Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten jeden Freitag für ihre Zukunft. Jetzt ruft #FridaysForFuture auch die Erwachsenen auf, gemeinsam auf die Straße gehen – alle zusammen für das Klima!

Was das alles Haan angeht? Naja, die Stadt liegt sozusagen im Auge des Sturms, hier mal ein paar Punkte aus der direkten Nachbarschaft:

  • In Haan kreuzen sich zwei aus dem Ruder laufende Verkehrsadern (A 46 und A 3). Die A3 scheint mit fünf Streckenabschnitten in den Top 10 der vollsten Autobahnen Deutschlands auf, vier der Streckenabschnitte liegen in NRW.
  • In Haan liegt das Rheinische Braunkohlerevier in Sichtweite – siehe Bild oben
  • In Haan dreht der ausufernde Flugverkehr Abend für Abend seine Warteschleifen über der Stadt, im Jahr 2018 wurden auf dem Flughafen Düsseldorf unfassbare 218.818 Flugbewegungen gezählt, hinzu kommen 144.200 Starts und Landungen in Köln.
  • Der Flächenverbrauch in der Region geht ungebremst weiter, nicht nur im neuen Technopark, auch in der Innenstadt sollen weitere Flächen versiegelt werden

Ein kleines Beispiel: Die Stadt Haan hat einen Förderantrag für einen Fuß-/Radweg durch das Sandbachtal vom Schillerpark bis zur Erkrather Straße beim Bundesumweltministerium eingereicht. Der Radweg soll die Verbindung für den Rad-Freizeitverkehr zwischen dem Bergischen Land und dem Rheinland darstellen. Der Kreis Mettmann lehnt das Vorhaben mit Blick auf das bestehende Landschaftsschutzgebiet aus ökologischen Gründen ab.

Als ein Lösungsvorschlag wird von derselben Kreisverwaltung (!) die Aufstellung eines Bebauungsplans angeregt, mit dem man das Landschaftsschutzgebiet (das über den Landschaftsplan gesichert ist) ganz einfach aushebelt. Wenn das alles so durchgeht haben wir hinterher eine 3 Meter breite geteerte Piste im Sandbachtal, wo vorher ein schmaler ungeteerter Fußweg war.

Ob das Sandbachtal auf Dauer ein „Grünzug mit Aufenthaltsqualität“ bleibt, ist ungewiss. Ähnlich läuft das alles übrigens im Haaner Bachtal, auch da hingen die Pläne für überregional zusammenhängende – und natürlich asphaltierte – Radwege schon im Rathaus an der Wand. Auch dort soll angeblich der „Erholungswert“ des Tals verbessert werden, fragt sich nur für wen?

Das alles lässt sich sicher noch irgendwie schönreden, bedeutet aber eine weitere Versiegelung ausgerechnet in den Kaltluftschneisen zwischen Innenstadt und Unterhaan bzw. Ittertal. Das sind zwar nur zwei kleine asphaltierte Mosaiksteinchen von vielen, der Druck auf die verbliebenen Rest-Freiflächen ist jedenfalls enorm, und keine Umkehr des Trends in Sicht. Die Stadtratsmitglieder werden es voraussichtlich so beschließen, übrigens die gleichen die sich vorher an den Ständen und Mahnwachen der Fridays-For-Future-Schüler eifrigst herumgetrieben haben.

Zusammen mit Fridays for Future auf die Straße!

Nicht zuletzt aufgrund solcher Manöver in der Lokal- und Bundespolitik verspricht die Bewegung #FridaysForFuture der Bundesregierung einen ziemlich heißen Herbst mit zahlreichen Aktionen: Am 20. September tagt das sogenannte Klimakabinett, und dann sollen endlich Beschlüsse gefasst werden, um die Klimakrise zu bändigen. Doch die Jugendlichen spüren, dass sie es allein nicht schaffen können. Sie rufen die Erwach­senen zu einer Solidaritätsaktion am Freitag, 20. September auf: „Der Kampf gegen die Erderwärmung sei keine Aufgabe für einzelne Genera­ti­o­nen […] Wir haben das Gefühl, dass viele Erwachsene noch nicht verstanden haben, dass wir jungen Leute die Klimakrise nicht allein aufhalten können“.

Die meisten umweltpolitischen Forderungen der neueren Zeit sind übrigens schon ziemlich alt, nur leider niemals umgesetzt worden. Wer´s nicht glaubt kann mal einen Blick in den KIEBITZ von 1995 werfen, mit dem Titel: „Hafenstadt Haan“. Die beiden großen hinter der AGNU Haan stehenden Naturschutzverbände NABU und BUND rufen jebenfalls zum Mitmachen bei den Demonstrationen auf. Wir sollten die Jugendlichen nicht allein lassen!

Die nächste Kundgebung in Haan startet am 20. September um 12 Uhr am Park Ville d’Eu, der Zugweg geht über die Umleitung für die Haaner Kirmes, so gegen 13:30 Uhr gibt es eine Zwischenkundgebung, dann geht es über die Nordstraße zurück zum Park Ville d’Eu wo eine Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Die AGNU Haan ruft alle erwachsene Bürgerinnen und Bürger auf, sich solidarisch mit den Jugendlichen zu zeigen und am Freitag, den 20. September ihr Anliegen zu unterstützen!

„Normale“ Naturschutzarbeit geht weiter
Der Arten- und Biotopschutz sollte bei allem natürlich nicht zu kurz kommen, die von der AGNU betreuten Flächen sind echte Pflegefälle die jeden Herbst und Winter unseren Einsatz fordern

Zum Abschluss deshalb noch der Hinweis auf den nächsten Pflegeeinsatz am kommenden Samstag und noch ein paar paar „schöne“ Bilder aus der frühherbstlichen Grube 7.


Links

Beschlussvorlage: Einfacher Bebauungsplan Nr. 202 nach § 30 (3) BauGB „Sandbachtal zwischen der Erkrather Straße und dem Weg Schiensbusch“

Hafenstadt Haan: Fast 25 Jahre alte Ausgabe des „Kiebitz“ von 1995

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Ex und Hopp – vom Blick in den Straßengraben

Zum störungsfreien Betrieb der deuschen Gesellschaft gehören angeblich die sogenannten Sekundärtugenden wie zum Beispiel  Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ordnungsliebe, Höflichkeit, und nicht zuletzt die Sauberkeit. Mit letzterer geht es ständig abwärts.

Viele Mitbürger werfen ihren Müll während der Fahrt aus dem Autofenster, man weiß nicht was dabei überwiegt, Dummheit oder Faulheit? Die Kreisbehörden sparen sich zudem aus Kostengründen seit Jahren das teure Aufsammeln des Mülls an ihren Straßen, und nach jeder Mulch-Mahd des Straßengrabens sieht es so dann dort aus wie früher an der Brenner-Passtraße in Richtung Italien.

Raucher sind dabei ganz besondere Umweltferkel. Nicht genug dass überall ihre Kippen herumliegen, was die Umwelt mit Nikotin, Arsen, Blei, Cadmium, Benzol, und anderen Umweltgiften belastet. Weil das so ist, herrscht neuerdings in Urlaubsregionen Rauchverbot an Stränden, so zum Beispiel an sechs Stränden auf Deutschlands 17. Bundesland – Mallorca.

Müll aus zwei Kilometern Straßengraben an der Kreisstraße 20 N, August 2019. Foto: Kübler

Aber auch hierzulande hinterlassen die Raucher und andere Umweltferkel eine Menge Spuren. So sammelte Gruitens engagierter Naturschutzwächter Hans Friebe auf zwei Kilometern Straßengraben insgesamt 40 leere Feuerzeuge, dazu einen Berg Dosen, Flaschen und vier große Tüten Restmüll. Hier einmal malerisch zusammengestellt, ohne weiteren Kommentar.

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