Naturschutzwacht ohne Rückhalt – der Kreis resigniert

Jährlich versammelt die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann die 22 bestellten Naturschutzwächter zu einer Besprechung. Alle Jahre wieder gibt es die immer gleichen Klagen, passieren tut – nichts!

Die Naturschutzwächter bemängeln vor allem:

  • nicht angeleinte Hunde in FFH- und Naturschutzgebieten und auf landwirtschaftlichen Flächen
  • Pferde ohne Reitmarken
  • Reiter mit frei laufenden Hunden
  • Mountainbiker abseits der Wege

Die Aufgabe der Naturschutzwacht wird so beschrieben:
„Die Naturschutzwacht soll die zuständigen Behörden über nachteilige Veränderungen in der Landschaft benachrichtigen und darauf hinwirken, dass Schäden von Natur und Landschaft abgewendet werden (§ 69 Landesnaturschutzgesetz NRW).

Dieser Aufgabe wird die Naturschutzwacht dadurch gerecht, dass sie über die Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege aufklärt, etwaige Störer an Ort und Stelle auf die tatsächlichen und rechtlichen Folgen ihres Tuns hinweist oder im Falle uneinsichtiger Störer Vorgänge zur Anzeige bringt, sowie dadurch, dass sie der Naturschutzbehörde Vorschläge über Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in der Landschaft macht.“

Keine Seltenheit: Querfeldein mit den Hunden durch das frisch gemähte Heu. (Foto: A. Dahl, 2005)

In der Praxis zeigt es sich aber immer häufiger, dass die „Störer“ sich nicht an Gebote halten und immer egoistischer, ja sogar aggressiver werden. Ansprachen und Anzeigen helfen scheinbar wenig. Der Vorschlag einer Kontrolle der Gebiete und Durchsetzung der Gebote durch Ordnungskräfte (Polizei) lehnt die Verwaltung ab. Ebenso lehnt sie eine bessere Darstellung der Naturschutzwächter beispielsweise durch (grüne?) Westen mit großem Abzeichen der Naturschutzwacht ab.

Für mich sieht es so aus, dass man pro forma eine Naturschutzwacht im gesamten Kreisgebiet hat, man die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter dort aber allein und ohne wirkliche Befugnis lässt. Der Wunsch, dass sie Fehlverhalten vor Ort erklären sollen, ist in der Regel wirkungslos – ja, die Naturschutzwächter sind eher Beschimpfungen und Bedrohungen ausgesetzt. Oder sie werden einfach ignoriert!

Warum wird in der Stadt das Fehlverhalten (Parkverbot) geahndet und durchgesetzt? Warum klappt es beispielsweise in Berlin, Hamburg oder im benachbarten Düsseldorf in den Parks, dass Verbote (Radfahren untersagt, Hunde nicht angeleint) mit Geldstrafen geahndet werden und daher auch beachtet werden?

Auch wenn der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde in Mettmann keinen „Polizeistaat“ will, so sollte man sich doch fragen, warum es dann überhaupt Gebote und Verbote gibt. Es ist einfach, ein Hunde-Anleingebot in Naturschutzgebieten festzusetzen, wenn man es ohnehin nicht kontrollieren will! Das hat aber nichts mit Polizeistaat zu tun. Auch bei Aktivitäten in freier Natur gilt, dass Ge- und Verbote zu beachten sind und es eine klare Verpflichtung der Behörde geben sollte, das auch durchzusetzen.

Warum „kneift“ die Untere Landschaftsbehörde?
Kein Personal – gut, das wäre ein Argument. Aber da sollte doch dann der Landrat, der ansonsten gern auf Recht und Ordnung setzt, Mittel und Wege zur Unterstützung finden! Untermauert mit Pressearbeit sollte es möglich sein, die sogenannten Störer zu einem angemessenen Umgang mit der Natur anzuhalten. Täglich gibt es in der Zeitung Blitzer-Warnungen. Warum nicht auch die Warnung: Heute Kontrollen auf den Wanderwegen im Düsseltal und auf dem Neanderlandsteig?

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Der BRW setzt Zeichen für den Insektenschutz

Sicherlich nicht zu vergleichen mit der 7,5 ha großen, von der AGNU Haan gepflegten Ökowiese Kriekhausen, aber ein ebenso begrüßenswertes Zeichen für den Insektenschutz in und um Gruiten: Das neue Wildstaudenbeet vor der Hauptverwaltung des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW) ist angelegt!

In den vergangenen Wochen hatte der Wasserverband eine geschätzt 30 Quadratmeter große, sonnenexponierte Teilfläche der Wiese unmittelbar vor seinem Verwaltungsgebäude in der Düsselberger Straße in Gruiten in ein Wildstaudenbeet umgestaltet. Dazu wurde der Oberboden samt Grasnarbe entfernt und durch ein nährstoffarmes Substrat aus Kalksteinschotter mit geringer Kompostbeimischung ersetzt. Als Initialpflanzung wurden verschiedene, meist trockenheitsliebende heimische Wildstauden auf der Fläche gepflanzt. Von Wegwarte und Schwarzer Königskerze über Wiesenstorchenschnabel, Flockenblume und Wiesenwitwenblume bis hin zu Natternkopf und Gemeiner Odermennig ist alles dabei, um nur einige der fachmännisch ausgewählten ein- und mehrjährig wachsenden Wildpflanzen zu nennen. Und da die Insekten und insbesondere die Wildbienen vermutlich nicht lange auf sich warten lassen, wurde die passende Wildbienennisthilfe am Rande des Wildstaudenbeetes gleich mit aufgestellt.

Ein paar Meter weiter, an der „BRW-Villa“ in der Bahnstraße, wird auch für den Insektenschutz gearbeitet. Hier hatten Mitarbeiter des BRW, die über die Woche dienstlich für den Gewässerschutz und für eine ökologische Gewässerentwicklung im Verbandsgebiet zuständig sind, bereits im Frühjahr einen kleinen Blühstreifen im Bürogarten angelegt, der Insekten und Vögeln, wie aktuell dem Distelfink, Unterschlupf und Nahrung bietet. In einer kleinen „Nach-dem-Feierabend-Aktion“ wurde nun auch noch die restliche Wiese rund um das Bürogebäude komplett CO2-neutral mit der Handsense gemäht und das Mahdgut mit tatkräftiger Unterstützung der AGNU mit dem Handrechen abgeräumt. Mit dem Ziel, durch leicht geänderte Pflege über die Jahre eine artenreichere Blühwiese zu entwickeln. Der zweite Mahdtermin Ende September / Anfang Oktober wurde schon ins Auge gefasst, dann sicherlich mit dem passenden Feierabend(malz)bier für die Männer an Sense und Rechen.

Die Aktionen des BRW zeigen sehr gut, dass auch auf kleinen Flächen im Siedlungsbereich und mit vertretbarem Aufwand sinnvolle Beiträge zum Insektenschutz geleistet werden können. Die AGNU freut sich sehr, dass der BRW hier mit gutem Beispiel vorangeht und wird die weitere Entwicklung des Wildstaudenbeetes mit Interesse verfolgen. Und: Wir hoffen auf zahlreiche Nachahmer im öffentlichen sowie privaten Bereich, denn jeder Quadratmeter für die Natur zählt!

AGNU Haan e.V., Uwe Rabe, 13.07.2019

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Ha(a)nebüchen!

Schon 2007 formulierte die Stadt Haan ihr 10-Punkte-Klimaschutzprogramm. Im November 2018 wurde es zuletzt aktualisiert. Gespickt mit Formulierungen wie „Empfehlungen“, „könnten“, „möglichst“ macht es denn Eindruck, dass man sich ja nicht zu irgendetwas verpflichten will.

Das hat dann auch dazu geführt, dass nichts Wesentliches passierte, bestenfalls das, was ohnehin gesetzlich vorgeschrieben war. Wenn dann, wie im Gewerbegebiet Höfgen, ganz mutig Grünbedachung vorgeschrieben wurde, wurde im Nachhinein nicht kontrolliert. Und Sie raten es: Kein einzige Grünbedachung wurde realisiert!

Punkt 5 des Konzepts ist ja aktuell interessant. „Die Stadt Haan wird zukünftig im Rahmen ihrer Beschaffung verstärkt auf Klimaschutzgesichtspunkte achten…“ „Bei Sitzungsvorlagen erfolgen grundsätzlich entsprechende Hinweise zu möglichen Klimaschutzgesichtspunkten und deren Bewertung“.

Letzte Woche konnte man lesen, dass die zur Auswahl stehenden Pflastersteine beim Schwimmbad zur Ansicht ausgelegt werden, mit – jawohl – Steinen aus Vietnam. Dieser Transport wird wohl nicht am wenigsten Energie verbrauchen! Hat da keiner die Hinweise gelesen?

Fazit: Hauptsache, auf dem Papier hat man was getan… Fällt ja keinem auf.

Das Umweltbundesamt publiziert seit Jahren den Newsletter „Klimafolgen & Anpassung“. Da findet man zahlreiche Berichte über Klimaanpassungsprojekte, die deutsche Städte erfolgreich umgesetzt haben mit dem Ziel, die Belastungen durch hochsommerliche Extremtemperaturen für den Bürger zu verringern. Schon im Hitzesommer 2003 starben in Europa 70.000 Menschen an der Hitzewelle. Eine der Hauptgründe ist bekanntlich die zunehmende Versiegelung der Städte.

Jetzt steht in Haan ein umfangreicher Umbau der Innenstadt bevor. Im „Integrierten Handlungskonzept Innenstadt“ wird dieses Problem kaum erwähnt. In allen Fachpublikationen zum Thema Hitzeinseln in Städten wird Entsieglung und Begrünung von größeren versiegelten Flächen als eine der wichtigsten Maßnahmen aufgeführt, um die Stadt an den Klimawandel anzupassen. In der Planung der Stadt ist diese Maßnahme für den Neue Markt nicht vorgesehen. Jetzt ist aber die Stadt Haan Eigentümer der allergrößten Flächen des Neue Marktes. Da soll die Stadt doch das gute Vorbild geben und die Fläche großflächig entsiegeln und begrünen!

Auch in den neuen Plänen zum Haaner Bachtal und der Sandbach ist Klimaanpassung ein Fremdwort. Beides sind wichtige sog. Kaltluftschneisen, die kühle Luft ins Zentrum bringen. Aber asphaltieren möchte man!

Die Stadt und auch jeder einzelne Vertreter der Bürger im Haaner Stadtrat sollten sich dieses Thema einmal zu Herzen nehmen. Da haben andere Städte sich einiges mehr für ihre Bürger eingesetzt. Es ist nämlich wirklich ein Notzustand! Ha(a)nebüchen…!

Text: Joop van de Sande


Zum Nach- und Einlesen:

https://www.umweltbundesamt.de/newsletter-klimafolgen-anpassung

http://www.staedtetag.de/publikationen/materialien/088394/index.html

Innenstadtkonzept für Haan

 

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Ökowiese Kriekhausen – das Kleine Haaner Insektenparadies

Die Konzepte für eine insektenfreundliche Pflege in landwirtschaftlich genutzten Flächen sind seit Jahrzehnten bekannt. Umgesetzt wird davon nur selten etwas. Aber jetzt!

Artensterben und „Stummer Frühling“ sind in den vergangenen nur einem kleinen Kreis von Menschen wichtig gewesen, die breite Bevölkerung versinkt dagegen in der Ahnungslosigkeit. Wer einmal mit einer Schulklasse durch eine blühende Wiese gegangen ist, der weiß wovon ich rede: Artenkenntnis steht nicht auf dem Lehrplan, und schon die Elterngeneration kennt nur eine Handvoll besonders auffällige Tier- und Pflanzenarten. Ein Landwirt, der nicht weiß wie eine Margerite aussieht? Kein Witz, sondern selbst erlebt!  Wozu sollte er sie auch kennen, die Pflanze zeigt ja „mageren“ nährstoffarmen  Boden an, und welcher Bauer braucht das? Die allermeisten Zeitgenossen glauben mittlerweile das Reh sei das Weibchen vom Hirsch, oder etwa nicht?

Und auch die Behörden haben jahrzehntelang das Klassenziel verfehlt, anders kann man die jüngste Pressemitteilung aus dem Landesamt für Umwelt nicht verstehen: Wie das Amt in Essen mitteilte, sei unklar, wie es um die große Mehrzahl der rund 25.000 Insektenarten in NRW bestellt ist. Deshalb sollen in Zusammenarbeit mit Universitäten in den nächsten drei Jahren die Bestände von Heuschrecken und Tagfaltern erfasst werden. Das Ganze wirft Fragen auf, sind doch die Tagfalter und Heuschrecken neben den Libellen die am besten bekannten, und auch vergleichsweise artenarme Tiergruppen. Die Universität Osnabrück soll´s jetzt richten, für 570.000 Euro. Man darf gespannt sein was davon wirklich bei den – bislang vor allem ehrenamtlich tätigen – Kartierern ankommt.

Aber sei es wie es will, die AGNU hat im Sinne einer insektenfreundlichen Umwelt ganz gut vorgelegt. Zum Beispiel mit der Pflege der Steinbrüche, die mittlerweile ein Pilgerziel für Liebhaber des Kaisermantels sind. Und seit vergangenem Jahr mit der Ausgleichsfläche zwischen Autobahn A46, der Hofschaft Kriekhausen und dem neuen Haaner Technopark.

Das Projekt ging bislang eher geräuschlos über die Bühne, so lange es dort nicht viel zu sehen gab. Aber ein wenig Glück gehört dazu, und so waren Frühjahr und Sommer 2018 für die Entwicklung der Insektenfauna optimal. Mittlerweile hat sich auf den Flächen ein spektakuläres Blütenangebot eingestellt, und die Biomasse an Insekten ist beachtlich. Mit eigentlich ziemlich einfachen Mitteln  haben wir nach Ansicht der Rheinischen Post ein „kleines Insektenparadies“ erschaffen. Und von wegen klein: mit über sieben Hektar Fläche erfordert die Ökowiese auch eine Menge an „machine power“, alleine mit Handarbeit ist das nicht zu schaffen.

Die Bunte Wiese ist jetzt offiziell: Pressetermin mit der Stadt Haan . v.l.: Sven Kübler, Armin Dahl (AGNU), Engin Alparslan, Bettina Warnecke, Peter Kannemann (Stadt Haan). Foto: Sonja Kunders

Nach einem Pressetermin der Stadt Haan ist das Projekt jetzt offiziell.  Und deshalb habe ich eine spezielle Seite dafür eingerichtet, die ab jetzt mit Inhalten gefüllt wird. Der Fortgang der Arbeiten, die Entwicklung der Fläche, besondere Beobachtungen: Ein Teil davon wird in Zukunft unter der Rubrik Themen / Ökowiese Kriekhausen zu finden sein.

Projekte wie der Aufbau einer stabilen blütenreichen Wiese und besonders der darin lebenden Tierwelt brauchen erfahrungsgemäß mehrere Jahre: Pläne sind schnell gemacht, aber sie müssen auch durchgehalten und nachjustiert werden, und dafür brauchen wir Geduld, und werden unsere Erfahrungen machen. Aber bereits jetzt hat die Wiese eine ganz eigene Faszination entwickelt, schon alleine wegen ihrer schieren Ausdehnung.

Und zum Schluß noch ganz aktuell: wenn nichts schiefgeht, wird in dieser Woche zum ersten Mal auf der 2018 eingesäten Fläche Blumenwiesen-Heu gemacht. Drückt die Daumen für gutes Wetter!

 

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Klima-Demo am 21. Juni in Aachen: Aufruf zur Teilnahme

Zu den Fridays-For-Future Whatsapp-Regionalgruppen/

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Mitmachen: Life-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“

Die Bergische Heideterrasse. © Land NRW

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert seit Februar 2019 ein Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben zur Wiedervernässung von Wald- und Heidemooren auf der Bergischen Heideterrasse. 

Das Bündnis Heideterrasse hatte das Projekt initiiert, die Umsetzung führt unter anderem der BUND NRW durch.

Die Bergische Heideterrasse mit ihrem Mosaik von sonnenexponierten, nährstoffarmen Lebensräumen war bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts einer der besten Insekten-Lebensräume im Westen Deutschlands. Allerdings gab es schon um die Jahrhundertwende 1900 Belege für den raschen Wandel der niederbergischen Landschaft, auf dem Weg zu dem vergleichsweise armseligen Zustand, in dem sich die Naturschätze der Region heute befinden.

Das Niederbergische ist extrem dicht besiedelt, alleine im Kreis Mettmann mit seinen 407 Quadratkilometern Fläche wohnen etwa 500.000 Menschen. Aufforstung, Intensivierung der Landwirtschaft bei gleichzeitiger Nutzungsaufgabe vieler „unrentabler“ Flächen, Überbauung und Freizeitnutzung haben von den zusammenhängenden, schmetterlingsreichen Lebensräumen der Heideterrasse im Dreieck zwischen Leverkusen, Essen und Duisburg nur noch Relikte übrig gelassen.

Wer den Schutz der Bergischen Heideterrasse unterstützen will, kann bis Ende April 2019 seine Stimme für das Projekt abgeben. Mobilisieren Sie Freunde, Nachbarn, Unterstützer, die Öffentlichkeit in Ihrer Region! Das Projekt mit den meisten Stimmen wird Monatsprojekt. Aus den Monatsprojekten der letzten zwölf Monate wählt die Fachjury einmal im Jahr das Jahresprojekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Dies erhält zusätzlich zur Auszeichnung ein Preisgeld von 1.000 EUR.

Hier gehts direkt zur Abstimmung

Das Integrierte LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“ ist das erste Integrierte LIFE-Projekt im Bereich „Natur“ in Deutschland. Die Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zielen mit dem länderübergreifenden Projekt darauf ab, zur Trendwende beim Verlust der biologischen Vielfalt beizutragen. Für das Erreichen insbesondere von Ziel 1 der EU-Biodiversitätsstrategie bis 2020 (= vollständige Umsetzung der Vogelschutz- und der Habitat-Richtlinie) im deutschen Teil der atlantischen Region soll ein sichtbarer Beitrag geleistet werden.

Sandberg bei Hilden: Rest der ehemaligen Sandlandschaften (Quelle: maps.google.de)

In beiden Bundesländern sollen beispielsweise vorhandene Heidelandschaften, artenreiche Sandtrockenrasen und nährstoffarme Stillgewässer optimiert bzw. wiederhergestellt werden und die Bestände dort lebender Fokusarten, wie z. B. Knoblauchkröte, Laubfrosch und Kammmolch, gestärkt werden. Darüber hinaus werden Synergieeffekte für eine Vielzahl weiterer Lebensräume und Arten erwartet.

>> Mehr zum Projekt

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Amphibienwanderung: Gullys und Kellerfenster kontrollieren!

Befreite Molche aus Küblers´ Kellerschacht. 2. April 2019 (Foto: Sven Kübler)

Jedes Frühjahr beginnt die Wanderung der Amphibien. Die Naturschützer bauen hierzu an vielen Stellen Krötenzäune auf. So in Haan am Hermgesberg und an der Straße Richtung Schöller entlang des Osterholzes.

Täglich werden abends – meist auch noch morgens – die Eimer kontrolliert, die Tiere gezählt und zum Laichgebiet teilweise über weite Strecken gebracht.
So gelingt es, die Population einigermaßen zu retten – Vor allem die wandernden Weibchen mit Hunderten Eiern würden sonst dem Autoverkehr zum Opfer fallen.
Aber auch im Stadtgebiet gibt es Problembereiche. Vielfach wandern die Amphibien an und auf Straßen, da sie in der Regel die Wärme des Tages besser speichern. Dabei fallen sie dann in die Gullys am Straßenrand. Ein Blick dort hinein ist ganz hilfreich.
Doch auch im privaten Bereich gibt es einige Fallen für die Tiere. So landen häufig Amphibien in Kellerschächten oder Wasserabläufen an Treppenabgängen. Ab und zu ein Blick in diese kritischen Punkte kann helfen, einige Amphibien zu retten.
Kellerschächte in denen regelmäßig Amphibien gefunden werden sollten durch engmaschige Abdeckungen gesichert werden, Anleitungen dazu bietet zum Beispiel der NABU.
Sitzen die Molche einmal im Gully fest, landen sie am Ende oft in der Kläranlage! Schauen Sie in Ihrem Umfeld mal nach!
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